"Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts." (Arthur Schopenhauer)
"Gesundheit ist zwar nicht alles, aber  ohne Gesundheit ist  alles nichts."   (Arthur Schopenhauer)

Hildegardmedizin

Im Hochmittelalter entwickelte die Äbtissin, Heilkundige und Mystikerin Hildegard von Bingen (1098-1179) ein für damalige Zeiten visionäres, ganzheitliches Heilsystem, in dem – basierend auf einem christlichen Weltbild – die Seele, der Geist und der Körper des Menschen als untrennbar miteinander verbunden und Teil der gesamten göttlichen Schöpfung betrachtet werden.

 

6 Lebensregeln (Säulen) für eine gesunde Lebensführung

Um Krankheiten vorzubeugen oder sie zu heilen, basiert die Lebensführung, die Hildegand von Bingen empfiehlt auf sechs Säulen, den sechs goldenen Lebensregeln der Hildegard von Bingen:

 

1. Lebensregel - SÄULE

Heilmittel aus der Schöpfung; sie sind überall in der Natur zu finden

Laut Hildegard sind solche heilenden Kräfte nicht nur in den auch heute noch oder wieder beliebten pflanzlichen Heilmitteln zu finden, sondern auch in Edelsteinen, Mineralien und Tieren. Insbesondere in Mineralien und Edelsteinen sah Hildegard unterstützende Kräfte für die Selbstheilungsfähigkeit des Menschen. Darin war sie sich mit vielen Ärzten der Antike einig. Wohlbefinden stellt sich ein, wenn man in Harmonie mit der Natur und dem Universum lebt.

 

2. Lebensregel - SÄULE

Eure Lebensmittel sollen Eure Heilmittel sein - Ernährung - maßvoll und ausgewogen

Eine maßvolle und ausgewogene Ernährung trägt aus Hildegards Sicht ganz entscheidend zur Gesundheit bei. Eine besondere Bedeutung haben nach ihrer Ansicht Kräuter und Gewürze, außerdem das Getreide Dinkel sowie Sellerie, Edelkastanie und Fenchel. Aus moderner Sicht ist das durchaus nachvollziehbar. In schlechten Ernährungsgewohnheiten und ungesunder Ernährung sah Hildegard Ursachen für Erkrankungen.

 

3. Lebensregel - SÄULE

Ruhe und Bewegung

zur Bewältigung von Leistungsverlust durch Stress. Die bekannte Regel der Benediktinermönche ora et labora“ – „bete und arbeite“

findet hier tieferen Sinn. Bringen Sie Bewegung und Ruhe, Gebet und Meditation in ein gesundes Gleichgewicht. Ein Spaziergang ist ein gutes Herz-Kreislauf-Training in jedem Alter; jeden Tag mindestens eine halbe Stunde an der frischen Luft. Sie bauen Stress ab, stimulieren die Psyche, verbessern Herz- und Lungenleistung, regen den Stoffwechsel an  und erhöhen so Ihre Leistungsfähigkeit.

 

 4. Lebensregel - SÄULE

Schlafen und Wachen

Zur gesundheitserhaltenden Regeneration des Organismus gehörte für Hildegard von Bingen die Einhaltung gewisser Regeln und Rhythmen, der Wechsel von Ruhe und Aktivität. Allerdings war sie der Ansicht - anders als die meisten ihrer Zeitgenossen -, dass der Mensch sich diese Regeln selbst geben sollte. Bringen Sie Schlafen und Wachen zur Regeneration überstrapazierter Nerven in ein natürliches Gleichgewicht. Denken Sie beim Einschlafen an die vier Weltelemente Feuer, Luft, Wasser und Erde.

Hildegard erblickte in ihren Visionen den Menschen in der Mitte des Kosmos in enger Wechselwirkung mit diesen vier Grundbausteinen, die seine vitalen Funktionen aufrechterhalten: Vom Feuer hat der Mensch die Körperwärme, von der Luft den Atem, vom Wasser das Blut (alles Leben kam aus dem Wasser) und von der Erde den Körper („und Gott machte den Menschen aus einem Erdenkloß“ – 1. Mose 2,7). Die vier Elemente entscheiden über den Säftehaushalt des Menschen, Gesundheit und Krankheit. Alles wirkt in dieser Ordnung als kosmisches Prinzip zusammen in Gleichgewicht und Harmonie.

 

5. Lebensregel - SÄULE

Ausleitungsverfahren

Ausleitungsverfahren wie  Aderlass, Schröpfen und auch Moxibution waren für Hildegard bekannte Methoden der Reinigung des Organismus von krankmachenden Einflüssen und zur Entfernung von Gift- und Schlackenstoffen aus Blut, Lymphe und Bindegewebe. Die größte Gefahr liegt hier in der Selbstvergiftung durch übermäßiges Essen, falsche Kost, Schadstoffe und hildegardische Küchengifte: Erdbeeren, Pfirsiche, Pflaumen und Lauch. Auch Kummer, Sorgen und Stress können gesundheitszerstörend wirken und die Autoaggression fördern.

Wobei der hildegardische Aderlass nicht zu vergleichen ist mit den 150 – 200 ml, die z.B. bei Blutspenden abgenommen werden. Im 19. Jahrh. war dies die übliche Methode bei unsicheren Diagnosen. Manche Ärzte ließen  solange zur Ader bis der Patient kollabierte.

Bei Hildegard werden bei hängendem Arm nur wenige Milliliter aus der Armvene entnommen und zwar früh nüchtern jeweils in den ersten 5 Tagen nach Vollmond. In der Regel fließt dabei selbständig, ohne Zug an der Spritze, dunkles, oft auch fast schwarzes Blut ab, das in ein Reagenzglas gegeben, durch seine dabei entstehenden unterschiedlichen Schichten dem Hildegard-Therapeuten wichtige Erkenntnisse auf den körperlichen Zustand des Patienten gibt.

Die Fastenkur nach Hildegard beseitigt solche Stoffwechselstörungen und ist ein Universalmittel bei seelischen Belastungen und Problemen. Eine Frühlingswermutkur leitet über die Niere aus. Durch Saunabäder reinigen Sie den Körper über die Haut.

 

6. Lebensregel - SÄULE

Stärkung seelischer Abwehrkräfte

durch Selbsterkenntnis von Schwächen und Lastern; versuchen diese durch Tugenden auszugleichen. Drastisch ausgedrückt: den inneren Schweinehund überwinden. Zur seelischen Reinigung empfahl Hildegard von Bingen, die Laster aus den von ihr benannten 35 Tugend-Laster-Paaren nach und nach abzubauen und stattdessen die entsprechenden Tugenden zu fördern. Liebe und Hoffnung zum Beispiel hatten ihrer Ansicht nach heilende Kräfte. Musik, Gebet und Meditation sollten zur Harmonisierung und zur Förderung der Tugenden hilfreich sein.


 

 

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